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Eichenprozessionsspinner melden


Leistungsbeschreibung

Allgemeine Informationen:

In den vergangenen Jahren ist eine starke Zunahme des Eichenprozessionsspinners auch in Niedersachsen zu verzeichnen. Die Brennhaare der Raupen können beim Menschen und Tieren schwere Haut- und Atemwegsreizungen und/oder allergische Reaktionen auslösen. Der Eichenprozessionsspinner befällt bisher nur Eichenbäume. 

Worin besteht konkret die Gefährdung?

Die Härchen der Raupen enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Es kann bei Hautkontakt oder beim Einatmen verschiedene Wirkungen – zum Teil auch heftige allergische Symptome – auslösen.
Hautkontakte führen zur sogenannten Raupendermatitis.

Anzeichen für eine Raupen-Dermatitis:

  • Juckreiz, bei heftigem Kontakt starker Juckreiz
  • Schüttelfrost, Schwindel, in seltenen Fällen allergische Schockreaktionen
  • bei starkem Kontakt verspürt man anfangs ggf. sogar ein Prickeln, welchem nach wenigen Minuten die genannten Reaktionen folgen
  • viele Tage anhaltender Juckreiz der kleinen roten Schwellungen oder Quaddeln

Bei Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden. Die Symptome können durch Medikamente gemildert werden.

Abschließen lässt sich festhalten, dass nur in sehr seltenen Einzelfällen ein direkter gesundheitlicher Zusammenhang mit dem Eichenprozessionsspinner nachgewiesen werden konnte.

Woran erkenne ich den Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner ist ein eher unscheinbarer, wenig auffälliger Falter, den man aufgrund seiner nachtaktiven Lebensweise selten zu Gesicht bekommt. Die Raupe jedoch ist aufgrund ihrer Brennhaare und des auffälligen „prozessionsartigen“ Verhaltens unverwechselbar. Dies gilt umso mehr für das Nest oder Gespinst der Raupen. Letzteres ist besonders auffällig, da es „sackartig“ mit einer Größe von ca. 20 cm am Stamm auftreten kann. Die Gespinste können sich auch an den unteren, stärkeren Ästen anheften oder sogar von den Ästen herabbaumeln. Allgemein tritt der Eichenprozessionsspinner von April-September auf. Die Hauptzeit des Eichenprozessionsspinners beläuft sich auf April-Mai. Der Eichenprozessionsspinner befällt nur Eichen.

Wer sollte besonders aufpassen?

  • Personen, die sich im Wald aufhalten, Anwohner von Waldgebieten mit Eichen
  • Arbeitskräfte von Forst- und Landschaftspflegebetrieben sowie Straßenmeistereien
  • Personen auf Freizeit- und Grünanlagen (zum Beispiel Sportplätze, Campingplätze, Freibäder oder Kinderspielplätze)
  • Halter von Haus- und Nutztieren (Diese sind gleichermaßen betroffen) 

Wie können Sie sich schützen?

  • Meiden Sie die befallenen Gebiete und ggf. abgesperrten Bereiche.
  • Bedecken Sie alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme und Beine usw.) beim Aufenthalt in befallenen Gebieten.
  • Raupen und das Gespinst nicht berühren. Vermeiden sie jeden Kontakt.
  • Setzen Sie sich in der Nähe von befallenen Bäumen sich nicht ins Gras oder auf den Boden.
  • Nach Kontakt mit den Raupenhaaren sofortiger Kleiderwechsel, dann Duschbad und Haarwäsche.
  • Kleidung bei 60 °C mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare zu vernichten/auszuspülen.
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen an Bäumen verzichten, solange Raupennester des Eichenprozessionsspinners erkennbar sind.
  • Die Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen, die Nester nicht selber entfernen.

     

Die Meldung eines Befalls ist kostenlos. Sofern sich der Befall auf öffentlichen Flächen befindet, werden eventuelle Kosten von der Stadt Peine getragen. 

Die Beseitigung eines Befalls auf privaten Flächen muss von den Eigentümern getragen werden.

Es besteht keine Meldepflicht, aber es ist dennoch zum Schutz der Bevölkerung sinnvoll, Befälle zu melden. Dafür steht das Online-Meldeformular der Stadt Peine zur Verfügung.

Kontaktdaten von Spezialfirmen zur Entfernung des Eichenprozessionsspinners finden Sie im Internet.